«Der Wirtschaftsverkehr profitiert von cleverem Mobilitätsmanagement»

Luzernmobil hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Luzerner Bevölkerung zu einem nachhaltigen Umgang mit Mobilität zu sensibilisieren. Im Interview gibt die für Luzernmobil verantwortliche Sarah Troxler Auskunft darüber, wie KGL-Mitglieder von diesem Angebot profitieren können. Und sie bezieht auch Stellung zur Frage, ob mit Steuergeldern staatliche Umerziehung betrieben wird.

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Was ist der Sinn und Zweck von Luzernmobil?

Luzernmobil informiert, sensibilisiert und motiviert die Luzerner Gesellschaft zu einem nachhaltigen und bewussten Umgang mit Mobilität. Auf unserer Plattform finden Interessierte wertvolle Informationen rund um Mobilität – das sind zum Beispiel wissenschaftlich erhobene Daten zur Umweltauswirkung oder unserem Mobilitätsverhalten. Weiter unterstützen wir Gemeinden und Unternehmen mit hilfreichen Tools wie einer Mobilitätsdatenbank pro Gemeinde oder einem Pendelwegrechner für Arbeitgebende, damit sie die Mobilitätsentwicklung strategisch mitgestalten können. Für Schulen haben wir gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Luzern und der Dienststelle Volksschulbildung Unterrichtsmaterial zum Thema Mobilität erarbeitet.
 

Wie können KGL-Mitglieder, die in der Mehrheit kleine Unternehmen sind, von Luzernmobil profitieren?

Die KGL-Mitglieder können auf verschiedenen Stufen von Luzernmobil profitieren: Viele Informationen und Tools sind kostenlos auf unserer Plattform verfügbar. Für Erstberatungen oder sonstige Fragen zum Mobilitätsmanagement stehen wir gerne zur Verfügung. Will eine Unternehmung ein umfangreiches betriebliches Mobilitätsmanagement erarbeiten, dann unterstützen wir die Betriebe finanziell. Für die Konzeptausarbeitung arbeiten wir mit regionalen Mobilitätsbüros wie Trafiko oder Viaplan zusammen. Luzernmobil motiviert und sensibilisiert, greift aber nicht in den Markt ein. 
 

Wie finanziert sich Luzernmobil?

Luzernmobil ist über das Budget des Verkehrsverbundes Luzern finanziert. Dieses setzt sich hälftig aus Beiträgen vom Kanton und den 79 Luzerner Gemeinden zusammen. Wir agieren wirtschaftlich und kostenbewusst; Mobilitätsmanagement stellt sicher, dass die Mobilität mit der bestehenden Infrastruktur möglichst effizient und nachhaltig abgewickelt werden kann. Wenn wir uns bewusst bewegen und unsere Entscheidungen nicht aus purer Gewohnheit oder Bequemlichkeit fällen, leisten wir auch einen (Spar)beitrag im gesamten Ressourcensystem (Infrastrukturkosten, Umweltkosten usw). 
 

Wird hier mit Steuergeldern staatliche Umerziehung betrieben?

Mit unseren Angeboten, Aktionen und Kampagnen wie beispielsweise die Luzernmobil-Challenge sensibilisieren wir die Bevölkerung und verschiedenen Anspruchsgruppen rund ums Thema Mobilität. Sensibilisierungsarbeit ist ein unerlässliches Puzzleteil in der Mobilitätswende. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für ein funktionierendes Verkehrssystem, wovon insbesondere auch der Wirtschaftsverkehr profitiert. Von 1985 bis 2018 ist unsere Siedlungsfläche (Verkehrsfläche und Gebäudeareal) um über 770 km2 gewachsen. Mit einem bewussteren Mobilitätsverhalten und besseren Kenntnissen zu den verschiedenen Angeboten können wir als Gesellschaft die uns zur Verfügung stehende Fläche optimal nutzen. Das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch unserer Gesundheit gut. (aci) 
 


Mehr Infos zu Luzernmobil erhalten:

luzernmobil.ch

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