Die Schule soll durchlässiger werden für die Berufsbildung

Der immer grösser gewordene Erziehungsauftrag der Volksschule, die Motivationsschwierigkeiten im 9. Schuljahr und die Notengebung: Um diese Themen dreht sich das Gespräch mit Martina Krieg, der Dienststellenleiterin Volksschulbildung im Kanton Luzern. Sie sagt, wie das System Schule fitter werden muss, um den Ansprüchen von Eltern, Gesellschaft und Wirtschaft Rechnung tragen zu können.

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Was muss die Volksschule heute leisten können, Martina Krieg?
Im Kern ist es das Lehren von Lesen, Schreiben und Rechnen und ein paar weiteren Kompetenzen, die der Lehrplan 21 vorgibt. Dazu kommen noch überfachliche Kompetenzen. Und neben dem Bildungs- haben wir auch noch einen Erziehungsauftrag. 

Früher lag der Erziehungsauftrag klar bei den Eltern, Erziehungsberechtigten. Wie zeigt sich dieser bei der Volksschule?
Wir stellen auf Stufe Kindergarten fest, dass ein Fünftel der Kinder komplett unerzogen ist. Dieser hat Eltern, die ihnen entweder immer alles durchlassen oder nichts zutrauen. Diese Kinder hatten noch nie eine Schere in der Hand, geschweige denn ein Zündhölzchen angezündet. Sie wurden nicht ausreichend gefördert als Kleinkinder. In der Schule zeigt sich, dass sie sich nicht eingliedern können. Sie kennen keine Regeln und schlagen ihren Kopf auf den Tisch, wenn sie nicht gleich bekommen, wonach sie verlangten. Bei einer Klasse von 20 Kindern dreht sich dann alles um ein Quartett, dabei möchte man den anderen auch ein gutes Angebot machen können.

Aber warum weigert sich ein Teil der Eltern, ihre Kinder zu erziehen?
Der Erziehungsmuskel ist etwas erschlafft. Man will den Kindern alles recht machen. So glauben diese Eltern, sie hätten im Umgang mit ihnen am wenigsten Probleme. Aber auch der grosse Medienkonsum von Eltern kann dazu führen. Wenn diese immer am Handy sind und sich in sozialen Medien bewegen, geht das auf Kosten der Interaktionszeit mit den Kindern. Wenn man mit ihnen weniger spielt  oder unternimmt, kann das krasse Auswirkungen auf die Erziehung haben.

Stimmen Sie zu, dass der Erziehungsauftrag nicht Kernaufgabe der Schule ist?
Korrekt, ja.

Aber gleichzeitig sind die Ansprüche der Eltern, der Gesellschaft und Wirtschaft da. Was kann man da als Schule ausrichten?Wir müssen die Kinder aufnehmen und wir wollen sie auch so nehmen, wie sie sind. Die Schule muss sich darauf einstellen, dass der Erziehungsauftrag neu viel grösser ist als der Bildungsauftrag. Das bedeutet, dass das ganze System Schule fitter werden muss. Die Lehrpersonen brauchen mehr Erziehungskompetenzen und müssen mehr Handlungsstrategien haben. Wir müssen uns viel mehr um das Fördern von überfachlichen, vor allem sozialen Kompetenzen, kümmern.

In internationalen Vergleichsstudien rutschen Schweizer Schülerinnen und Schüler sukzessive ab – auch, wenn es um Lese- und Schreibfähigkeit geht. Wie interpretieren Sie diese Entwicklung?
Früher war man besser in Rechtschreibung. Das ist Fakt. Die Frage ist heute: Muss man die Schülerinnen und Schüler so auf Rechtschreibung trimmen, wenn es KI gibt und Rechtschreibeprogramme? Reicht es nicht, wenn sie diese Tools kennen? Wäre es folglich nicht besser, wenn man sie darauf trimmen würde, besser schreiben zu können? Denn das kann einem die KI nicht abnehmen. Das war früher das Gleiche wie mit dem Taschenrechner. Heute muss man wissen, wie man rechnet, aber das Ergebnis rechnet die Maschine. Mit den digitalen Mitteln verlagern sich auch die Kompetenzen.

Wenn es nach mir ginge, müsste jede Lehrperson ein Wirtschaftspraktikum in einem Gewerbebetrieb machen.
Martina Krieg, Dienststellenleiterin Volksschulbildung

Mit Lohnerhöhungen begegnet der Kanton Luzern der Schwierigkeit, genügend Lehrpersonen zu finden. Ist die Volksschule leistungsfähig genug, um ihre Kernaufgaben zu erfüllen?
Ja, das ist sie. Mit der Attraktivierung des Lehrerberufs – und dabei geht es nicht nur um Lohnerhöhungen – haben wir viele Mittel reingegeben, damit die Schule professioneller werden kann. Zum Beispiel beim Thema Verhalten oder Fachkarriere Digitalisierung, in der sich Lehrpersonen ein Stück weit spezialisieren können. 

Die Dienststelle Volksschule Luzern will die 9. Klasse durchlässiger in Richtung Berufsbildung und praxisnaher machen. Warum?
Wir möchten, dass die Schülerinnen und Schüler im letzten Jahr personalisierter lernen und anschlussfähiger sind an die berufliche Wunschlösung, die sie gewählt haben. Ein Beispiel: Wenn eine Schülerin oder Schüler Metallbauerin oder Metallbauer werden will, dann muss ein jugendlicher Mensch wissen, was von ihm erwartet wird, wenn er in die Berufsbildung einsteigt.

Konkret heisst das?
Das Erfassen von Form und Raum sind wichtig, Messen, Geometrie und der Umgang mit Zahlen. In diesen Bereichen muss ein Lernender richtig gut sein. Hingegen erlangt Französisch nicht die gleiche Bedeutung. Wenn er aber erkennt, dass er noch Lücken in der Mathematik hat, muss er diese vor Lehrbeginn füllen. Damit er parat ist. So haben wir für jeden Job ein Profil, das ausdrückt, was die Erwartungshaltung beim Erlernen dieses Berufs ist. Das ist ein zentrales Element. 

Ist diese Durchlässigkeit eine Reaktion auf die Kritik von Seiten der Lehrbetriebe zu werten, dass die Schüler zu wenig wissen, worauf sie sich in der Berufsbildung einlassen müssen?
Ja. Wir haben vom Gewerbe und der Wirtschaft oft gehört, dass sie praktisch nur noch auf die überfachlichen Kompetenzen schauen. Dazu gehören Pünktlichkeit, das Übernehmen von Verantwortung, das Erkennen von Arbeit und wenige Absenzen im Zeugnis. Die Lehrbetriebe stellen sich auf den Standpunkt, dass sie die Fachkompetenzen einem Auszubildenden beibringen können. Aber die überfachlichen gestalteten sich schwieriger. Die Lehrbetriebe sagen, wenn sie besser sähen, was der junge Mensch kann und was nicht, dann könnten sie auch besser helfen. Unsere Reaktion darauf war, dass wir ein Jahr früher damit beginnen, so dass es letztlich passt zwischen Schülerin oder Schüler und dem Lehrbetrieb. Dafür soll die Zeit in der 9. Klasse genutzt werden. Bei vielen sahen wir bis dato auch, dass der Lernfortschritt im neunten Schuljahr nicht mehr so gross ist. Häufig haben sie schon einen Lehrvertrag im Sack, dann lehnen sie sich zurück im Glauben, sie müssten nichts mehr lernen. Das ist eine schlechte Entwicklung. Sie sollen bis zuletzt motiviert bleiben.

Wie soll es denn gelingen, die Motivation zu steigern?
Genau das haben wir uns auch überlegt. Motivation entsteht dadurch, wenn man mitreden und mitgestalten kann, was man lernen will. Deshalb bieten wir jetzt mehr Wahlmöglichkeiten, die wir Module nennen, an. Diese Module sind zu verstehen wie ein Kurssystem. Ich kann mich zum Beispiel einschreiben für Mathematik/technische Berufe. Diese Module sind viel näher an der Berufswelt als die Wahlfächer, wie wir sie bis anhin gekannt haben. Für angehendes Verkaufspersonal gibt es zum Beispiel das Modul Auftrittskompetenz. 

Aus Sicht der Wirtschaft tönt das fantastisch, wenn es funktioniert. Was heisst das für die Kompetenzen der Lehrpersonen und die Ressourcen? Das tönt nach einem doppelt so aufwändigen Modell wie bisher.
Eine Lehrperson hat in aller Regel spezifische Interessen. Das heisst: Wenn wir das Modul Mathematik für technische Berufe anbieten, bereitet das eine affine Lehrperson so auf, dass das für die Schüler interessant und mit einem technischen Beruf verbunden ist. Lehrpersonen können Unterricht vorbereiten, das ist ihr Job. Und dafür brauchen sie auch nicht mehr Ressourcen, weil sie jede andere Lektion auch vorbereiten müssten. Jetzt haben wir aber auch noch die Möglichkeit, uns noch besser mit Berufsschullehrpersonen zu vernetzen. Sie könnten uns dienliche Hinweise geben, wohin der Weg gehen soll.

Eine Lehrperson hat in aller Regel spezifische Interessen. Und sie kann eine Lektion vorbereiten, dafür braucht sie nicht mehr Ressourcen.

Zur Person

Martina Krieg (Jg.1968) leitet seit 2022 die Dienststelle Volksschulbildung des Kantons
Luzern. Die ausgebildete Primarlehrerin hat viele Jahre unterrichtet. Mit einem Studium in Bildungswissenschaft und Schulentwicklung bildete sie sich weiter, jahrelang arbeitete sie in der Elternberatung und Lehrpersonenbildung sowie als Coach für Schulleitungen. Krieg stammt ursprünglich aus einer Handwerksfamilie im Kanton Schwyz.

Jetzt ist es aber so, dass die Akademisierung der Lehrerausbildung zu weniger Berührungspunkten zwischen Lehrpersonen und der Wirtschaft führt. Das mindert doch die Chancen für den Weg in die Berufsbildung.
Wenn es nach mir ginge, müsste jede Lehrperson ein Wirtschaftspraktikum in einem Gewerbebetrieb machen. Ich finde es schade, dass das heute nicht mehr so ist. In meinem Werdegang musste ich in den Schulferien immer arbeiten gehen, sonst hätte ich kein Geld gehabt. Aber das war eine total gute Sache, weil ich so Einblick bekam in verschiedene Berufszweige. Dann bekommt man auch eine Vorstellung davon, was die Bedeutung und der Wert von Handwerk ist. Als Verwaltung können wir das aber nicht ändern. 

Wie fielen die Rückmeldungen aus, die ihr bei der Vorstellung dieses Modells von Berufsverbänden bekommen habt?
Ich fand es total nett, dass man sich bei einigen Rückmeldungen sofort Gedanken darüber machte, ob das die Lehrpersonen überhaupt leisten können. Das Tolle ist, dass die Vorstellung des neuen Modells überall gut angekommen ist. Weil man versteht, dass es Sinn macht, nochmals mit einem verbindlichen Ziel zu arbeiten, das die Motivation der Schülerinnen und Schüler hochhält. Viele aus dem Gewerbe nicken ganz fest, wenn sie hören, dass Fremdsprachen in ihrem Berufszweig weniger wichtig sind als Deutsch und Rechnen.

Als Kritiker könnte man sich aber auf den Standpunkt stellen, dass die Volksschule keine Mini-Berufsschule werden soll. 
Wir finden auch, dass wir keine Mini-Berufsschule sind. Sondern die Schule, die Lehrplan-Kompetenzen vermittelt, aber auch Schülerinnen und Schüler davor bewahrt, noch mehr von dem machen zu müssen, was sie ohnehin schon überfordert. Dann schauen wir lieber darauf, was sie können müssen, damit sie anschlussfähig sind für den Berufsweg, den sie einschlagen.

Viele Ausbildende sagen, dass sie den Zeugnissen nicht mehr trauen können, weil diese zu wenig aussagekräftig sind. Vertrauensverlust ist etwas Schwerwiegendes.
Ich würde mal behaupten, dass die Zeugnisse noch nie besser waren als heute. Vielleicht hat man früher Mathematik im Zeugnis noch unterteilt in Arithmetik und Geometrie, dann standen zwei Noten da. Oder es stand Deutsch schriftlich und mündlich. Man hat gerade mal ein bisschen differenziert. Früher wusste man weniger über Noten und vertraute darauf, dass das schon passt. Heute weiss man viel mehr. Noten, wie sie heute gemacht werden, basieren auf dem gleichen Prinzip wie früher. Aber heute traut man ihnen nicht mehr, weil sie nicht aussagekräftig sind. Als Lehrmeister will ich doch wissen, ob die Schülerin oder der Schüler etwas von Messen versteht, ob er eine räumliche Vorstellung hat, wenn er sich einen Plan anschaut. Da möchte ich genauere Aussagen als einfach eine Note 4 in Mathematik. Vielleicht hat er nämlich eine 5 in Arithmetik und eine 3 in Geometrie. Das weiss ich aber nicht, wenn  eine 4 bei Mathematik steht.

Ein guter Grund, weshalb die Wirtschaft Stellwerktests verlangt.

Genau. Aber es gibt den Haken, dass das Stellwerk eben auch nicht alle Kompetenzen misst, weil der Test nicht total verlässlich ist. Es kann sein, dass ein Jugendlicher morgen den gleichen Test nochmals macht und das Ergebnis anders ausfällt. Die Tagesverfassung gibt den Ausschlag. Schade dabei ist, dass die Tagesverfassung höher gewichtet wird als das Urteil einer Lehrperson. Darum haben wir die Idee, dass wir die Anforderungsprofilen der Berufe nutzen und die Leistung eines Jugendlichen darüber legen. So sähe eine Ausbildungsperson viel besser, was der Jugendliche fachspezifisch mitbringt. Bei einer solchen Beurteilung braucht es nicht mal mehr  Noten  im Zeugnis, weil man die Antworten, die man will, vorliegen hat. 

Benotet wird seit Jahrzehnten mit der Skala 1 bis 6, darunter können sich alle etwas vorstellen. Was ist der Nachteil von Noten?
Es gibt keine Vergleichbarkeit, weder innerhalb einer Gemeinde noch zwischen Klassen. Weil die Aussagekraft ausserhalb einer Klasse zerfällt, weil sie einfach nicht gegeben ist. Sonst müsste man zu jeder Zeit exakt kalibrierte und standardisierte Leistungserfassungen machen, aber das gibt es nicht an Schulen.

Ob mit Ziffern oder Worten: Man kriegt gar kein Notensystem hin mit objektivierter, gleichförmiger Aussagekraft.
Es war schon immer so, dass eine Lehrperson selber entschieden hat, was sie für eine Prüfung macht. Und dann wird das bewertet. Ob die Lehrperson im anderen Klassenzimmer eine andere Prüfung zum gleichen Thema macht, steht ihr frei. Und als Kanton kann man das auch nicht vereinheitlichen, weil das keine Lehrperson mitmachen würde. Diese hat Methodenfreiheit und auch die Freiheit in der Lernziel-Definition bei der Umsetzung des Lehrplans nach einer eigenen Notenskalierung. Darum ist ein Vergleich unmöglich. Noten basieren per se auf einer Scheingenauigkeit.

Wie sieht die Hauptlinie bei der Anpassung des Notensystems aus?
Aus Forschungssicht lässt sich sagen, dass man das Leistungsvermögen eines Jugendlichen auf eine ganze Note einschätzen kann. Man kann sagen, jemand sei ungenügend – also Note 3. Oder genügend – also Note 4. Und so weiter. Dieses System würde Stand halten, weil das jede Lehrperson so genau beurteilen könnte.

Lässt das den Schluss zu, dass es an Volksschulen in Zukunft nur noch ganze Noten gibt?
Nein, das ist eines der Szenarien, die wir all unseren Schulpartnern vorgelegt haben. Ein anderes ist, dass wir in der Primarschule mit Prädikaten beurteilen, in der Oberstufe mit ganzen Noten oder auch mit Prädikaten. Es gibt vier Varianten. Nun warten wir auf die Rückmeldung der verschiedenen Partner und schauen, welche Gewichtung dabei herauskommt. Das Ergebnis präsentieren wir der Regierung. Diese entscheidet, ob sie einen Schritt macht oder es beim Alten belässt. Unser Plan war, dass man die Noten-Diskussion führt. In der Hoffnung, dass eine Zeitlang wieder Ruhe einkehrt. (jem/aci) 

Schulnoten der Zukunft: Das wünschen sich KMU

Das Thema Schulnoten ist hochemotional. In Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gehen die Meinungen weit auseinander, das heutige System wird vor allem kritisiert. Der Kanton Luzern arbeitet derzeit an einer Optimierung des Beurteilungssystems. Seit dem letzten grossen Projekt «Schule mit Zukunft» sind 20 Jahre vergangen, Gesellschaft und Schule haben sich verändert. 

Zu diesem Zweck haben Bildungsdirektor Armin Hartmann und Martina Krieg, Dienststellenleiterin der Volksschulbildung, auch Rückmeldungen von KMU-Verantwortlichen, dem KGL und weiteren Stakeholdern betreffend Schulzeugnisse und deren Aussagekraft abgeholt. An der Veranstaltung vom Frühjahr dabei waren mit der Galliker Transport AG ein grösseres und mit der Aregger Haustechnik AG ein vergleichsweise kleineres KMU. In Diskussionsrunden und Konsultativabstimmungen wurden die Meinungen zu verschiedenen Beurteilungssystemen abgeholt. Klar ist: Gemäss geltendem kantonalem Gesetz muss Ende Semester eine Note gesetzt werden.

Auf die Frage, ob ihr Arbeitgeber auch in Zukunft eine Notengebung im Abschlusszeugnis der Jugendlichen als sinnvoll erachtet, entgegnet Alan Ferreira de Almeida, stellvertretender Ausbildungsverantwortlicher der Galliker Transport AG: «Ja, wir halten dies weiterhin für sinnvoll. Die Schulzeugnisse spielen bei unserem Rekrutierungsprozess eine wichtige Rolle.» Sie seien ein wichtiges Werkzeug, um sich ein genaueres Bild von den Jugendlichen zu machen, «die wir noch gar nicht kennen auch noch keine Berufserfahrung mit sich bringen». Nebst den Noten enthalte das Abschlusszeugnis auch soziale Kompetenzen, welche die Eignung für den Beruf erleichterten. Geschäftsführer Stefan Aregger von der Aregger Haustechnik AG geht bei der Sinnhaftigkeit der Noten sogar noch einen Schritt weiter: «Ohne Notengebung werden wir keine Lehrstellen mehr anbieten!»  Auch bei der Frage, ob sie für ganze oder halbe Noten im Zeugnis sind, ist die Tendenz klar. Alan Ferreira de Almeida spricht sich für halbe Noten aus: «Sie zeigen eine genauere Einschätzung der Leistungen eines Schülers. Sie bieten mehr Transparenz über den Leistungsstand und reduzieren das Gefühl, dass man ungerecht benotet wird.» Auch Stefan Aregger plädiert für halbe Noten, ihm wären  Abstufungen in Zehntelschritten noch lieber.

Regierungsrat Hartmann sagte in seiner Zusammenfassung am Ende der Veranstaltung, dass es für ihn keine Überraschung sei, dass ein erheblicher Teil der Wirtschaft an den Schulnoten festhalten wolle. Und er betonte den Konsens zwischen den Wirtschaftsvertretern und den kantonalen Bildungsverantwortlichen: «Wir wollen weiterhin ein Leistungsprinzip in der Schule, das wurde nie in Frage gestellt.» (aci/jem)

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