KGL-Delegierte lehnen «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative deutlich ab

Die KGL-Politikversammlung, das wirtschaftspolitische Organ des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Luzern, tagte gestern Mittwoch in Adligenswil. Dabei fassten die anwesenden Stimmberechtigten im Zentrum Teufmatt die Parole für die eidgenössischen Abstimmungsvorlage «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» vom 14. Juni.

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Die KGL-Politikversammlung, das wirtschaftspolitische Organ des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Luzern, tagte gestern Mittwoch in Adligenswil. Dabei fassten die anwesenden Stimmberechtigten im Zentrum Teufmatt die Parole für die eidgenössischen Abstimmungsvorlage «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» vom 14. Juni.

Der Parolenfassung voraus ging wie gewohnt eine Pro-Contra-Debatte. Bei seinem Eintrittsvotum machte SVP-Nationalrat Franz Grüter vor über 70 Delegierten und Gästen klar, dass das Bevölkerungswachstum in der Schweiz gebremst werden muss. Den Gegenpol nahm Mitte-Kantonsrätin und -Parteipräsidentin Karin Stadelmann ein und betonte, dass die SVP-Initiative keine Lösungsansätze biete. Unter der Leitung von KGL-Direktor Jérôme Martinu verlief das Streitgespräch zwischen den beiden Luzerner Politikern gleichermassen engagiert wie sachlich. Ebenso wurde von Delegierten zahlreich das Wort ergriffen und Fragen and die Referenten gestellt. Nach einer lebhaften Diskussion lehnte ein Grossteil der Delegierten die SVP-Initiative mit 38 zu 15 Stimmen (3 Enthaltungen) ab und folgte damit dem Vorschlag des Vorstands.

Für den KGL ist klar, dass die stärker werdenden Wachstumsprobleme angegangen und politisch konsequent Korrekturen umgesetzt werden müssen. Ebenso klar ist für den KGL auch, dass die Wirtschaft auf Fachkräfte und einen liberalen Arbeitsmarkt angewiesen ist und die Initiative die Bürokratie erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit be- und den liberalen Arbeitsmarkt einschränken würde. Diese Nachteile würden die KMU überdurchschnittlich treffen.

Zur kantonalen Abstimmung «Kauf Liegenschaft für den neuen Standort des Kantonsgerichts» und zum nationalen Urnengang «Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz)» fasste der KGL keine Parole, da diese Vorlagen als nicht direkt KMU- und gewerberelevant beurteilt werden.

Für die tadellose Organisation der Politikversammlung vor Ort war das Unternehmernetzwerk Adligenswil UNA unter Präsident Pascal Bucher verantwortlich.

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