KGL mit Abstimmungsresultaten mässig zufrieden

Die Vorlagen des Urnengangs vom 8. März sind mehrheitlich im Sinne der Luzerner KMU-Wirtschaft entschieden worden. Enttäuscht ist der KGL über die Resultate bei der SRG-Initiative und der Individualbesteuerung.

Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern (KGL) freut sich über die eindeutigen eidgenössischen Abstimmungsergebnisse bei der Klimafonds-Initiative und der «Bargeld ist Freiheit»-Initiative: Die KGL-Delegierten sprachen sich im Vorfeld klar für die Ablehnung der Bargeld-Initiative und für den Gegenvorschlag aus. Ohne Gegenstimme schmetterten sie die Klimafonds-Initiative ab.
Dank dem klaren kantonalen Volksverdikt kann zudem die Kantonsstrasse K 36 durch die Lammschlucht im Entlebuch (2. Abschnitt) planmässig ausgebaut werden. Die KGL-Delegierten befürworteten diesen Schritt einstimmig.

Enttäuscht ist der KGL hingegen von der Ablehnung der SRG-Initiative und der Zustimmung zur Individualbesteuerung. Insbesondere aufgrund des befürchteten Bürokratie-Ausbaus lehnten die KGL-Delegierten die Individualbesteuerung ab.
Da Unternehmen durch die SRG-Gebühren doppelt besteuert werden, sprachen sich die Delegierten für die Annahme der SRG-Initiative aus. Auch wenn nun die Umsatzhürde auf 1,2 Millionen Franken erhöht wird, werden weiterhin Firmen ungerecht behandelt. Diese Doppelbelastung findet auch bei der Bevölkerung keinen Anklang: Wie eine neue, am Abstimmungssonntag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Demoscope im Auftrag des Schweizerischen Gewerbeverband sgv zeigt, ist die bevorzugte Variante die vollständige Befreiung der KMU von der SRG-Steuer. Der sgv will sich weiterhin dafür stark machen.

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