In Kriens liegt mit der vereinbarten Teilüberdeckungen des Projekts Bypass A2 eine klar verbesserte und siedlungsverträgliche Lösung auf dem Tisch. Dass Kriens jetzt seine Beschwerde nach den Finanzierungsbeschlüssen von Krienser Einwohnerrat und jüngst vom Luzerner Kantonsrat wie angekündigt zurückgezogen hat, ist deshalb folgerichtig. Die Mitglieder der Luzerner Mobilitätskonferenz (LMK) erachten die erzielte Einigung, beziehungsweise Fortschritte als entscheidende Meilensteine für die Weiterentwicklung des Projekts Bypass Luzern. LMK-Mitglieder sind TCS Luzern NW/OW, ASTAG, KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern (KGL), Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ), Parkleitsystem Luzern (PLS), Luzern Tourismus und ACS.
«Die nun vorliegende Lösung zeigt exemplarisch, dass grosse Verkehrsinfrastrukturen nur dann langfristig Akzeptanz finden, wenn sie mit einer qualitativen Aufwertung des Siedlungsraums verbunden werden. Die LMK unterstützt deshalb die gemeinsame Stossrichtung von Bund, Kanton und Stadt Kriens ausdrücklich», sagt LMK-Präsident und Nationalrat Peter Schilliger. Denn klar ist: Der Bypass bleibt ̶ als unabdingbar mit dem Durchgangsbahnhof DBL verbundenes Zwillingsprojekt ̶ für die ganze Region Luzern und die Nachbarn Nid- und Obwalden zentral. Er trennt Transit-, Regional- und Lokalverkehr besser, entlastet das untergeordnete Strassennetz, erhöht die Stabilität des Verkehrssystems und schafft im Ereignisfall eine Ausweichroute. Davon profitieren auch Busverkehr, Gewerbe, Tourismus und Pendlerinnen und Pendler. Das Gesamtsystem Bypass bleibt für die Region Luzern von zentraler Bedeutung, um die chronischen Überlastungen auf National- und Kantonsstrassen zu reduzieren, die Zuverlässigkeit des Verkehrsnetzes zu erhöhen und die urbanen Räume entlang der heutigen Transitachsen zu entlasten.
Stadt Luzern soll Entscheide respektieren
Die LMK-Mitglieder werden sich mit Blick auf die kommende Volksabstimmung im Kanton Luzern wiederum aktiv engagieren und das Komitee «Bypass Luzern JA!» erneuern. Sie erwarten zudem, dass die Stadt Luzern den klaren Willen aus Kriens und aus dem Kantonsrat respektiert und die hängige Beschwerde nun aus dem Weg räumt. Die Beschwerde richtet sich nicht gegen das Projekt an sich, sondern will Zugeständnisse für ÖV-Zubauten erreichen, die nicht Teil des Bypass' sind. Dass die weiteren Beschwerdeführer von VCS, WWF und der Gemeinde Emmen gemäss jüngster Medienberichterstattung unbedingt einen Gerichtsentscheid erwirken wollen, wertet die LMK angesichts der nun erfolgten politischen Entscheide als nicht konstruktiv.
Die Krienser Stimmbevölkerung entscheidet voraussichtlich am 27. September, die kantonale Stimmbevölkerung am 29. November 2026. Der Kantonsrat hat den Sonderkredit am 11. Mai 2026 in der Schlussabstimmung mit 114 zu 0 Stimmen bei 3 Enthaltungen gutgeheissen; der Krienser Einwohnerrat hatte den kommunalen Kredit bereits am 12. März ohne Gegenstimme unterstützt.
Vorstand der Luzerner Mobilitätskonferenz (von links): Adrian Derungs (IHZ), Jérôme Martinu (KGL), Christian Kempter (ASTAG), Patrick Hauser (Parkleitsystem Luzern), Marcel Perren (Luzern Tourismus), Alex Stadelmann (TCS) und Peter Schilliger (Präsident LMK). (Bild: LMK)
Die Luzerner Mobilitätskonferenz (LMK) ist eine Rahmenorganisation verschiedener Verbände und Organisationen im Kanton Luzern. Die LMK sucht pragmatisch und lösungsorientiert nach den besten Konzepten für Strasse, Schiene und Langsamverkehr im Kanton Luzern. Höchste Priorität hat dabei die Erreichbarkeit von Gewerbe- und Detailhandelsbetrieben sowie ihrer Kunden. In der Luzerner Mobilitätskonferenz engagieren sich Vertreter aus folgenden Organisationen: KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern (KGL), Touring Club Schweiz – TCS Luzern NW/OW, Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ), Nutzfahrzeugverband ASTAG – Sektion Zentralschweiz, Automobil Club der Schweiz (ACS) – Sektion LU OW NW, Parkleitsystem Luzern AG (PLS AG) und Luzern Tourismus AG. Präsident der LMK ist Peter Schilliger, Nationalrat und Präsident der TCS Sektion Waldstätte. Die Geschäftsstelle ist beim KGL angesiedelt und wird durch dessen Direktor Jérôme Martinu geleitet. |