Neue Brücke zwischen Schule und Lehrbetrieben: Zukunfts-Apéro schafft Kontaktpunkte

Wenn Lehrpersonen und KMU miteinander ins Gespräch kommen, profitieren am Ende die Jugendlichen – und die ganze Wirtschaft. Mit dem neuen Veranstaltungsformat «Zukunfts-Apéro» lancieren der KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern (KGL) und der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Luzern eine unkomplizierte Begegnungsmöglichkeit für Schule und Gewerbe. Ziel: Die Stärkung der Berufsbildung.

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In vielen Luzerner Unternehmen fehlt es an qualifizierten und motivierten Lernenden. Die Schulen spielen eine tragende Rolle in der Berufswahl. Allerdings fehlen den Lehrpersonen der Oberstufe, auch aufgrund ihres akademisierten Ausbildungswegs, gemäss Beobachtungen nicht selten die Kontaktpunkte zu den Lehrbetrieben. Genau hier setzt der «Zukunfts-Apéro» an: In einer ungezwungenen Atmosphäre treffen sich Lehrpersonen und Vertreterinnen und Vertreter lokaler Betriebe zum Austausch. Diese direkte Begegnung soll das gegenseitige Verständnis fördern, Wissen über Berufsprofile vertiefen und zur Vermittlung von Lehrstellen beitragen. «Mit dem ‹Zukunfts-Apéro› entsteht ein wirkungsvolles Instrument, um den Dialog zwischen Schule und Lehrbetrieben zu institutionalisieren», sagt KGL-Direktor Jérôme Martinu.

Aus Luzern West in den ganzen Kanton
Die Idee stammt ursprünglich vom Entwicklungsträger Region Luzern West. In dessen Gebiet wurden seit 2019 bereits 14 solcher Veranstaltungen unter dem Namen «Fürobe-Bier» durchgeführt. Die positiven Erfahrungen aus zehn Gemeinden zeigen: Das Format funktioniert. Das ursprüngliche Konzept wurde von KGL, dem Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter und der Region Luzern West gemeinsam weiterentwickelt und für eine möglichst breite Lancierung in den Gemeinden ab Frühling 2026 optimiert. «Wir wollen eine möglichst praxistaugliche Lösung anbieten für die Schulen und Lehrbetriebe in den Gemeinden», erklärt Simon Fleischli, Vorstandsmitglied im Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Luzern. Geplant sind Veranstaltungen im Frühjahr jeweils nach Feierabend, ausserhalb der «klassischen» Berufswahlzeit im Herbst.

Unterstützung durch den Kanton
Organisiert wird der Anlass jeweils gemeinsam von lokalen Schulleitungen, den Berufswahlverantwortlichen der Schulen und von den Gewerbevereinen. Durchführungsort soll wenn möglich ein Unternehmen sein, um authentische Einblicke zu ermöglichen. Der KGL und der Schulleiterverband koordinieren die Verbreitung innerhalb ihrer Netzwerke und stellen den lokalen OK in einem digitalen Werkzeugkasten Vorlagen und Tools zur Verfügung. Das Projekt Zukunfts-Apéro wird auch explizit von der Dienststelle Volksschulbildung (DVS) unterstützt, es wird ideell und kommunikativ als Teil des Luzerner Berufswahlprozesses propagiert. Im Herbst wird an den KGL-Präsidentenkonferenzen über die weiteren Details und den Fahrplan informiert. Seitens der DVS werden alle Schulleitungen der Volksschule mit dem Newsletter über das neue Format informiert.

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