Mit den Worten «Wir stehen wirtschaftlich sinnvollen Konzepten offen gegenüber und unterstützen zeitgemässe Öffnungszeiten», eröffnete Alfred Landolt, Präsident der City-Vereinigung Luzern, sein Kurzreferat zur kantonalen Vorlage zur Änderung des Ruhetags- und Ladenschlussgesetzes. Er verdeutlichte, dass es sich um eine ausgewogene Gesetzesanpassung handle. Seinem Gegenpol Thomas Alois Hodel, SVP-Kantonsrat und Mitglied im Referendumskomitee, gehen die Änderungen jedoch zu weit und er befürchtet negative Auswirkungen auf den lokalen Detailhandel. Unter der Leitung von KGL-Direktor Jérôme Martinu verlief das anschliessende Podiumsgespräch zwischen den beiden Kontrahenten gleichermassen engagiert wie sachlich. Der Parolenempfehlung des Vorstandes folgend, stimmten die Delegierten mit 57 zu 5 Stimmen (2 Enthaltungen) überaus deutlich für die Gesetzesvorlage.
Die Weiterentwicklung der Standortförderung, bei der sich der KGL im Vorfeld intensiv einbringen konnte, fand bei den Delegierten widerspruchslose Unterstützung: Einstimmig sprachen sich Anwesenden für die gezielten Investitionen in die Standortattraktivität des Kantons Luzern aus.
Auf wenig Gegenliebe stiessen bei den Delegierten die beiden nationalen Volksinitiativen: Die «Ernährungsinitiative» wurde einstimmig versenkt und die «Neutralitätsinitiative» mit 47 zu 9 Stimmen abgelehnt.
Zu den kantonalen Abstimmungen «Volksinitiative «Gegen Fan-Gewalt» und Gegenentwurf sowie «Sonderkredit zur Erweiterung und Umnutzung der Kantonsschule Reussbühl» fasste der KGL keine Parole, da diese Vorlagen als nicht direkt KMU- und gewerberelevant beurteilt werden.
Für die makellose Organisation der Politikversammlung mit mehr als 80 Delegierten und Gästen war der Gewerbeverein Rontal unter Präsident Thomas Abächerli verantwortlich.